«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 1. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer
6. Abhandlung zur Weihnachtsnovene

Der Mann stand auf und folgte ihm

Mein vielgeliebter Erlöser, hier ist mein Herz, ich gebe es dir ganz und gar; es gehört nicht mehr mir, es gehört dir. Als du in die Welt kamst, hast du dem Ewigen Vater deinen ganzen Willen dargebracht, so wie du es uns durch den Mund Davids wissen lĂ€sst. In der Schriftrolle des Gesetzes steht ĂŒber mich geschrieben, dass ich deinen Willen tun werde (vgl. Ps 39(40),8–9). Und so ĂŒbergebe ich dir, mein vielgeliebter Retter, heute meinen ganzen Willen. Einst widersetzte er sich deinem Willen, damit habe ich dich gekrĂ€nkt. Jetzt bedauere ich von ganzem Herzen, dass ich ihn so benutzte, und auch alle meine SĂŒnden, die mir so klĂ€glich deine Freundschaft raubten. Ich empfinde tiefe Reue, und ich weihe dir meinen Willen ohne Vorbehalt.

„Herr, was soll ich tun?“ (Apg 22,10). Herr, sage mir, was du von mir verlangst. Ich bin bereit alles zu tun, was du willst. VerfĂŒge ĂŒber mich und ĂŒber das, was mir gehört, nach deinem GutdĂŒnken. Ich nehme alles an und stimme allem zu. Ich weiß, dass du mein Bestes willst. „In deine HĂ€nde lege ich voll Vertrauen meinen Geist“ (Ps 30(31),6). Erbarme dich seiner und hilf ihm, bewahre ihn, mach ihn fĂŒr immer dir zu eigen, ja ganz zu eigen; denn „du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott“ (Ps 30(31),6), durch dein Blut.





 
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