«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Montag der 11. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Gedichte „Von der Liebe leben“ und „Warum ich dich liebe, o Maria“

„Lass ihm noch deinen Mantel“

Aus Liebe leben, das heißt, geben ohne Maß,
Ohne hienieden Lohn zu beanspruchen.
Ach, ohne zu zählen, gebe ich und bin sicher,
dass man nicht rechnet, solange man liebt! ...
Dem göttlichen Herzen, das von Zärtlichkeit überströmt,
Habe ich alles geschenkt ... ich eile unbeschwert;
Ich habe nichts mehr als meinen einzigen Reichtum:
Leben aus Liebe.

Aus Liebe leben, das heißt, alle Furcht bannen,
Jede Erinnerung an die Fehler der Vergangenheit.
Von meinen Sünden sehe ich keinerlei Spur;
In einem Augenblick hat die Liebe alles verbrannt.
Göttliche Flamme, du sehr süßer Schmelzofen!
In deinem Feuer nehme ich meinen Aufenthalt,
In deinen Gluten singe ich in Herzenslust:
„Ich lebe aus Liebe! ...“

[...]

„Aus Liebe leben, welch merkwürdige Torheit!“,
Sagt mir die Welt. „Ach, hört auf zu singen,
Vergeudet nicht eure Wohlgerüche, euer Leben,
Versteht es, sie nutzbringend zu verwenden! ...“
Dich lieben, Jesus, welch fruchtbarer Verlust! ...
Alle meine Wohlgerüche sind unwiderruflich für dich.
Beim Verlassen dieser Welt möchte ich singen:
„Ich sterbe aus Liebe!“

Lieben heißt: alles geben und sich selbst geben.



 
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