«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Freitag der 6. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Franz Xaver (1506-1552), Jesuit, Missionar
Brief vom 10. Mai 1546

Ein großer Missionar, der bereit ist, sein Leben einzubĂŒĂŸen

Dieses Land [...] ist sehr gefĂ€hrlich, denn seine Bewohner, voller Hinterlist, mischen oft Gift unter Nahrung und GetrĂ€nke. Deshalb findet sich niemand, der bereit wĂ€re, sich dort der Christen anzunehmen. Diese aber brauchen geistliche Unterweisung und jemanden, der sie zur Rettung ihrer Seele tauft. Deshalb verspĂŒre ich die Verpflichtung, mein leibliches Leben hinzugeben, um dem geistlichen Leben des NĂ€chsten aufzuhelfen [...] Ich setze meine Hoffnung und mein Vertrauen auf Gott, unseren Herrn, mit dem Wunsch, mich mit meinen armseligen Möglichkeiten an die Worte Christi, unseres Retters und Herrn, anzupassen: Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer es um meinetwillen verliert, wird es retten. [...]

Es ist natĂŒrlich leicht, die einzelnen Worte sowie die generelle Bedeutung dieses Herrenwortes zu erfassen. Wenn man es aber in die Praxis umsetzen und sich nun aber entscheiden will, das eigene Leben zu verlieren, um es in Gott wiederzufinden; wenn man sich den Gefahren aussetzt, die einen ahnen lassen, dass man dabei sein Leben verlieren könnte [...] verdunkelt sich alles so sehr, dass auch die Worte, die doch so unmissverstĂ€ndlich sind, undeutlich werden. In einem solchen Fall wird m. E. nur derjenige etwas verstehen – und mag er noch so gelehrt sein –  dem es der Herr, unser Gott, in seiner grenzenlosen Barmherzigkeit in diesen außergewöhnlichen UmstĂ€nden gnĂ€dig zu verstehen gibt. Dann erst wird einem bewusst, wie beschaffen unser Fleisch ist: schwach und gebrechlich.  



 
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