«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 19. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Salvianus von Marseille (um 400- um 480), Priester
De gubernatione Dei, S. 269

«Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran»

Gott ist Quelle und Ursprung von allem. Und weil wir, wie es geschrieben steht, „in ihm leben, uns in ihm bewegen und in ihm sind“ (Apg 17,28), stammt von ihm auch alle Zärtlichkeit, mit der wir unsere Kinder lieben. Das ganze Universum und das ganze Menschengeschlecht sind Kinder ihres Schöpfers, und durch die Zärtlichkeit, mit der wir unsere Kinder lieben, wollte er uns zu verstehen geben, wie sehr er seine Kinder liebt. Es steht geschrieben, dass „die Menschen mit der Vernunft an den Werken der Schöpfung die unsichtbare Wirklichkeit Gottes wahrnehmen“ (Röm 1,20): so wollte er uns seine Liebe zu uns durch die Liebe begreiflich machen, die er uns für unsere Werke empfinden lässt. Und weil er, wie es geschrieben steht, wollte, dass „jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde nach seinem Namen benannt wird“ (Eph 3,15), wollte er auch, dass wir an ihm die Liebe eines Vaters zu uns erkennen.

Was sage ich da: die Liebe eines Vaters? Seine Liebe ist um Vieles größer als die eines Vaters. Das beweisen die Worte des Retters im Evangelium: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab für das Leben der Welt“ (Joh 3,16). Auch sagt der Apostel Paulus: „Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont – wie wollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Röm 8,32)  



 
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